Energieaudit ab Dezember 2015 Pflicht

Der Bundestag hat jetzt die Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes beschlossen, um Vorgaben aus der EU-Energieeffizienzrichtlinie in innerstaatliches Recht umzusetzen. Mit der Änderung ist es für große Unternehmen Pflicht, bis spätestens 05.12.2015 ein erstes Energieaudit durchgeführt zu haben und diese mindestens alle vier Jahre zu wiederholen.

Als Großunternehmen gelten laut Gesetz Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz größer 50 Mio. € und einer Jahresbilanzsumme von min. 43 Mio. € – unabhängig von den bestehenden steuerlichen Vergünstigungen. Organisationen, die über ein gültiges Zertifikat nach ISO 50001 oder nach EMAS verfügen, müssen kein Energieaudit durchführen.

Über das Energieaudit sollen betroffene Unternehmen bestehende Energieverbrauchsprofile für Gebäude und Anlagen nachweisen. Alle Branchen, also auch nicht produzierende Unternehmen, sind dabei zu dem Audit verpflichtet.

Kleine und mittlere Unternehmen können mit der Auditierung eine Vergünstigung von Strom- und Energiesteuer in Anspruch nehmen.

Wollen Großunternehmen steuerliche Vorteile erhalten, müssen sie neben dem Energieaudit ein zertifiziertes Energiemanagementsystem oder ein Umweltmanagementsystem nachweisen. Julia Modes, Pressereferentin vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI), erklärte, das das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Stichprobenkontrollen über die Umsetzung der Energieaudits durchführen wird: „Wurde das verpflichtende Energieaudit nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt, kann das BAFA auf Grundlage des Energiedienstleistungsgesetzes Geldbußen bis zu 50000 € erlassen.“

 

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